Doch variiert der Grad der Verkehrssicherheit gemessen in Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner beträchtlich. Diese Unterschiede spiegeln den Graben zwischen entwickelten Staaten mit ausgefeilten Verkehrssicherheitsstandards und aufstrebenden Ländern, in denen die Einführung von dieser Standards nicht mit der rasanten Motorisierung schritt hält, wider.
Lt. dem Bericht kommt der Großteil des Rückganges bei Verkehrstoten Insassen von Autos zugute. Vor allem aufgrund verbesserter passiver Sicherheitssysteme bei Pkws hat sich die Zahl der in Autos tödlich verunglückten Personen im vergangenen Jahrzehnt halbiert.
Die Entwicklung bei anderen Verkehrsteilnehmern ist weniger positiv. Die tödlichen Unfälle von Fußgängern und Radfahrern gingen in OECD-IRTAD-Staaten von 2000 bis 2010 nur um ein Drittel zurück, bei Moped- und Motorradfahrern sogar nur um 14 %.
2012 mit wurde mit 522 Verkehrstoten in Österreich eine nahezu gleichbleibende Zahl zum Vorjahr (2011: 523 Opfer) registriert. Der Rückgang beträgt somit lediglich ein Opfer oder 0,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2011, bedeutet aber trotzdem die erneut niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Mit diesem Tiefststand setzt sich zudem der langfristig rückläufige Trend bei den Verkehrstoten auf den Straßen weiter fort, die Opferzahl ist in Österreich im Jahresvergleich seit dem Jahr 1999 bereits zum 13. Mal in Folge gesunken. Gegenüber 1972, dem bisher schwärzesten Jahr in der Unfallstatistik (2.948 Tote) sind dies nahezu ein Sechstel der Todesopfer von damals, obwohl sich der Fahrzeugbestand seither beinahe verdreifacht hat.
