Ferdinand Porsche ließ sein Konstruktionsbüro während des Zweiten Weltkriegs von Stuttgart ins weniger gefährdete Kärnten verlegen. Im Sommer 1944 kaufte er ein Sägewerk in der Gemeinde Gmünd im Liesertal, um dort an seinen Konstruktionen weiterzuarbeiten. Als Ferdinand Porsche 1945 in französische Kriegsgefangenschaft geriet, übernahm sein Sohn Ferry das Unternehmen. Er fertigte auch die Zeichnung für das erste Fahrzeug an, am 8. Juni 1948 startete der Porsche 356 Nr. 1 Roadster zu seiner Jungfernfahrt.

 

Die Bergstraßen von Katschberg und Turracher Höhe dienten daraufhin auch den insgesamt 44 Coupés und acht Cabrios vom Typ 356, die bis 1950 in Kärnten entstanden, als Testparcours. „Damals begann auch mein Porsche-Fanatismus“, so Helmut Pfeifhofer, im Jahr 2013 selbst Jubilar, feiert er doch seinen 75. Geburtstag. 1965 kaufte Pfeifhofer den ersten Porsche 356 und restaurierte ihn. Es folgten VW Kübelwagen, Brezelfenster-Käfer und jede Menge andere Fahrzeuge – überwiegend jedoch Porsche.

 

Der Stolz der Sammlung, die zwischenzeitlich auf 48 Fahrzeuge anwuchs, ist ein Porsche aus der allerersten Gmündner Serie mit handgehämmerter Alu-Karosse. Er trägt die Fahrgestellnummer 356 0020. Jährlich lockt das Porsche Automuseum rund 60.000 Besucher nach Gmünd. 1976 erwarb Pfeifhofer die ehemaligen Hofstallungen des Grafen von Lodron. Der „Marhof“ wurde mit enormen Aufwand renoviert und bildete danach die standesgemäße Bleibe für das erste private Porsche-Automuseum.