Ziel des VCÖ und seiner Partner-Organisationen in anderen EU-Ländern ist, innerhalb eines Jahres mehr als 1 Mio. Unterstützungserklärungen zu sammeln, um damit die EU-Kommission zu verpflichten, dieses Thema aufzugreifen und eine Lösung vorzuschlagen. Tempo 30 habe sich, so argumentieren VCÖ & Co, als effiziente Maßnahme erwiesen, Todesfälle und Verletzungen, Lärm, Luftverschmutzung und den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu verbessern.

 

Klar abgelehnt wird diese Forderung vom Arbeitskreis der Automobilimporteure. „Um die Wirtschaftsleistung weiter voran zu treiben, muss Mobilität ermöglicht und nicht verhindert werden“, sagt Sprecher Dr. Felix Clary. In den Städten müsse es bei Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit bleiben. Nur sie sorge für einen zügigen Verkehrsfluss. Die Automobilindustrie habe Millionen in Forschung und Entwicklung investiert, um Fahrzeuge umweltverträglicher, sicherer und leiser zu machen.

 

Es stellt sich die Frage, was die Betreiber der Initiative wirklich erreichen wollen. Längst ist in vielen österreichischen Städten auf Nebenstraßen und Wohngebieten Tempo 30 die Regel. Würde dieses Limit – wie gefordert – in allen Hauptstraßen gelten, wagen wir heute zu prophezeien, welche Forderung der VCÖ danach aufstellen würde: Tempo 10 in allen Nebenstraßen!