Im März wurden in der Europäischen Union rund 1,3 Millionen Pkw (-10,2 %) weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Für den europäischen Branchenverband ACEA war das der 18. Rückgang in Folge. Im ersten Quartal 2013 sackten die Neuzulassungen um nahezu 10 % ab.
Nun schaut es auch die kommenden Monate düster aus und die europäischen Hersteller igeln sich ein. Insbesondere für die Pkw-und Nfz-Märkte in Europa gibt es keine Anzeichen für eine Trendwende. Volkswagen lieferte im ersten Quartal konzernweit 7,5 % weniger Autos in den EU-Raum aus, als ein Jahr zuvor. Vertriebsvorstand Christian Klingler fällt dazu nichts anderes ein, als weiterhin von einem von großen Unsicherheiten geprägten Markt zu sprechen. Bei der Opel-Mutter General Motors verdampften die Europa-Verkäufe 2013 bislang um knapp 13 %, Weltmarktführer Toyota verlor beinahe 18 %. Ford schrieb ein Fünftel Absatzverlust. Renault, Peugeot/Citroen und Fiat befinden sich weiterhin im freien Fall.
Zuwächse konnten von 1-3/2013 nur Jaguar und Land Rover sowie Honda verzeichnen. Lediglich in Großbritannien legten die Verkäufe im ersten Quartal um 7,4 % zu. Deutschland fiel mit einem Minus von bislang knapp 13 Prozent in den Keller. Außer in China mit 13 % und in den USA mit 3 % Quartalsplus sanken die Neuzulassungen auch in Japan (-11 %), Indien (-13 %), Russland (-3,6 %) und Brasilien (-5,4 %) deutlich.
Wie reagieren Winterkorn, Zetsche, Marchionne, Ghousn, Toyoda & Co? Sie weichen aus in neue Märkte. Hinterlassen riesige Arbeitslosenzahlen, weil die Käufer nicht nach Brasilien, Russland, Indien und China mitziehen können. Am Ende werden sie unter Hinterlassung der Fabriken samt ihrem Fertigungswissen reumütig nach Europa zurückkehren, um die Märkte wieder mühselig aufzupäppeln. Bis dahin werden die Politiker weiter gegen das Auto wüten und neue Steuern in Anwendung bringen, so dass sich immer weniger Menschen individuelle Mobilität leisten können. Dieser (Konzentrations)Prozess spielt sich in allen Branchen ab.
Am Ende rottet uns der von uns Menschen entwickelte Roboter aus. Denn auch in den Entwicklungsstaaten funktionieren diese Dinger und machen die billigsten Arbeitskräfte teuer und daher überflüssig. Wahrlich düster sind die Aussichten der Wirtschaft in Zukunft, wenn diese nicht bald wieder bereit ist, Kaufkraft durch Arbeitskraft zu schaffen.
