„Preistransparenz-Datenbank“ lautet die offizielle Bezeichnung dessen, was in den vergangenen Monaten auf Wunsch des Wirtschaftsministeriums eifrig vorbereitet worden ist: Doch wer sich am Dienstag über die günstigsten Benzin- und Dieselpreise in seiner Umgebung informieren wollte, hatte keinerlei Transparenz, sondern Pech. Schon in aller Herrgottsfrüh gab es kein Durchkommen, auch gegen Mittag meldete die E-Control „Wartungsarbeiten“ als Grund für den Absturz: Am Nachmittag funktionierte dann nicht einmal mehr dieses minimale Service. Am frühen Abend konnte man dann zwar die Adresse eigeben, die Homepage lieferte jedoch weiterhin keine Ergebnisse.
Mag. Johannes Mayer von der Volkswirtschafts-Abteilung der E-Control sprach davon, dass entweder eine Überlastung durch zu viele Zugriffe oder ein Hacker-Angriff die Seite zum Absturz gebracht haben könnte. Es habe bis zu 5.000 Anfragen pro Sekunde gegeben, doch das System sei nur für 1.000 Anfragen pro Sekunde gerüstet.
Der Spritpreisrechner soll - so die Planung - zu einem bestimmten Standort die nächstgelegenen zehn Tankstellen mit den Preisen der günstigsten fünf anzeigen. Die Tankstellen erscheinen auf einer Karte und werden darunter aufgelistet jeweils nach Preishöhe sortiert.
Stellt sich nur die Frage, warum man – nach den monatelangen Vorbereitungen – die ganze vorige Woche geübt hat, um dann einen derartigen Absturz zu erleben! Dass das Thema Spritpreis tausende Autofahrer zu einem Klick ins Netz verleiten und auch mögliche Hacker anlocken würde, hätten die Initiatoren doch annehmen können ...



www.spritpreisrechner.at