2.000 € konnte sich jeder spanische Autokäufer sparen, wenn er sich ein kleines, umweltschonendes Auto kaufte. Die eine Hälfte des dafür erforderlichen Preisnachlasses sollte der Händler vom Importeur, die zweite von der Bundes- und Landesregierung ersetzt erhalten. Die leeren Staatskassen machten einen Strich durch diese Rechnung. Das EDV-System zur Auszahlung des staatlichen Bonus wurde im Frühjahr von einem Tag auf den anderen stillgelegt. Seither warten die Händler vergeblich auf die Rückzahlung des den Kunden bereits gewährten Rabattes.
Das vordergründige Argument für diesen Auszahlungs-Stopp: die Hersteller hätten ihrerseits ihre 1.000-€-Zusage nicht eingehalten. Dieser Bonus wurde einfach durch gleichzeitige Preiserhöhungen auf die Autokäufer überwälzt und damit „neutralisiert“. Deshalb braucht der Staat seine 50 % dieser Aktion nicht zu bezahlen. Diese 1.000 € sollen gefälligst die Hersteller den Händlern ersetzen.
Diese stehen jetzt in der Mitte zwischen den Fronten. Sie warten bisher vergeblich auf jene Tausender, die sie bereits vor Monaten ihren Kunden beim Kauf gut geschrieben haben. Insgesamt geht es um 6 Mio., die den Händlern durch die Lappen zu gehen drohen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, hat der spanische Händler-Anwalt Alfredo Briganty bereits eine Klage angekündigt. Ein Glück für Österreichs Händler, dass unser Wirtschaftsminister angesichts des damit verbundenen Einsparungspotenziales nicht auf eine ähnliche Idee verfallen ist.
