Das dem Mitsubishi i-MiEV entsprechende Auto sei „sehnsüchtig erwartet und viel beschworen“ worden und werde „nun endlich Wirklichkeit“, so der Hersteller. Ob sich Versprechungen wie „Betriebskosten zwischen 1,50 € und 2 € pro 100 km“ oder die „völlig ausreichende“ Reichweite von 150 km bei 6 Stunden Ladezeit (an einer speziellen Schnellladestation sinkt der Wert auf 30 Minuten für 80 % Ladung) tatsächlich nur zu einem Zehntel wahr sind?
Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die prozentuelle Differenz als „Hoppala“ der Presseabteilung. Anlass zum Nachdenken ist der Ausrutscher allemal, denn so wichtig Elektroautos in den kommenden Jahrzehnten sein werden: Übersteigerte kurzfristige Erwartungen, wie sie vor allem die Politik formuliert, werden keinesfalls zu 100 % eintreten. Wenn beispielsweise Umweltminister Nikolaus Berlakovich von 250.000 E-Autos im Jahr 2020 träumt, wären „10 % real“ schon ein achtbarer Wert. Angesichts dieser absehbaren Differenz muss die Branche darauf achten, damit nicht Munition für neue fiskale Belastungen aus „Umweltschutzgründen“ zu liefern.
