Wenn stimmt, was der Autofahrerklub ARBÖ meldet, dann kommt auf Österreich ein Bürokratieaufwand ungeahnten Ausmaßes zu. In der Verordnung zum Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-Luft) soll stehen, dass die österreichischen Autos in sieben Klassen eingeteilt werden. Das Umweltpickerl würde in sechs Farben ausgegeben, während in Deutschland drei reichen. Der ARBÖ spricht von einem „schlechten Witz“ und fragt sich, warum „derartige Kleinkrämerei in einem angeblich gemeinsamen Europa überhaupt möglich ist“.

Folgende Kategorien sind angeblich von Umweltminister Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich geplant:

1. Autos ohne irgendein Umweltpickerl: Für sie gilt in Umweltzonen ein komplettes Fahrverbot, sie bleiben davon völlig ausgesperrt. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 0 und Euro 1, die vor dem 1.1.1997 zugelassen wurden.??
2. Autos mit rotem Pickerl: Sie dürfen nur dann in der Umweltzone fahren, wenn es spezielle Bestimmungen erlauben. Diese können von Stadt zu Stadt völlig unterschiedlich sein, so dass in einer Stadt die „roten“ fahren dürfen, in der anderen aber nicht. Ein rotes Pickerl bekommen Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 2, die vor dem 1.1.2001 zugelassen wurden.??
3. Autos mit gelber Plakette: Auch sie dürfen nur in die Umweltzone hinein, wenn es die speziellen Umweltzonen-Bestimmungen erlauben. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 3, die vor dem 1.1.2006 zugelassen wurden.??
4. Autos mit grüner Plakette: Sie sind derzeit die einzigen, die in allen Umweltzonen problemlos fahren dürfen. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 4, die seit 1.1.2006 zugelassen wurden.?
5. Autos mit hellblauer Plakette: Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5, die erst mit Zulassung ab 1.1.2011 verpflichtend wird.??
6. Autos mit rosa Plakette: Es handelt sich um Fahrzeuge der Euroklasse Euro 6, die erst mit Zulassung ab 1.1.2015 gelten wird.??
7. Autos mit weißer Plakette, die in Umweltzonen immer fahren dürfen, weil sie vom Umweltzonen-Gesetz generell oder von der Behörde speziell ausgenommen sind, z.B. Rettungsautos.