Nach ihrem Abschied von Herbert Tunners Auspuffanlagenmarke Sebring in Köflach gründeten Otto Kresch als Technik- und Angelika Kresch als Marketinggenie in Bärnbach die Remus Innovation Forschungs- und Abgasanlagen Produktionsgesellschaft. Der nahezu ungebremste Aufstieg mit Pkw- und Motorradsystemen, Partikelfiltern usw., der auch zahlreiche Erstausrüstungsaufträge beinhaltet, versetzte 1997 das Unternehmer(ehe)paar in die Lage, ihren ehemaligen Arbeitgeber Sebring Technology GmbH vollständig zu übernehmen und zur zweiten Marke im Markt zu etablieren.
Remus, ursprünglich von den Kreschs mithilfe der Gesellschafter Max Braunstein (Graz) und Alois Heidenbauer (Bruck/Mur) finanziert, akquirierten 2000 in der Hochblüte der Konjunktur mit annähernd 750 Mitarbeitern auch noch die deutsche Sportauspufflinie L&W von Lenhardt & Wagner. Ab 2003 stiegen zunächst Braunstein und Heidenbauer aus und über Vermögensverwaltungs- und Mittelstandsfinanzierungskonstruktionen gründeten die steirischen Global Player die Remus & Sebring Holding AG, in der als Alleinaktionär bis heute die Besotona Privatstiftung firmiert. Das inzwischen hochdekorierte Ehepaar Kresch hat seine beiden Kinder bereits im Betrieb integriert.
Mit Personalabbau, Kurzarbeit und Hinzunahme produktionsverwandter Stahlbauteile wird vom Familienunternehmen der weltweiten Absatzkrise begegnet. Mit dem 2002 eröffneten F+E-Zentrum ist die Fabrik zum anerkannten Partner der internationalen Fahrzeugindustrie aufgestiegen. Remus ist zudem einer der innovativsten Sponsoren in der nationalen und internationalen (Motor-)Sportszene.
Im 20. Bestandsjahr ist nun wieder eine Absatzbelebung im Stammgeschäft mit Auspuffanlagen erkennbar. Dennoch richten die Kreschs ihr Augenmerk auf die 2011 beginnende Produkterweiterung in der Erstausrüstung.



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