Es ist nur eine kleine Passage seines Buches „Lebensqualität made in Austria“, doch die sorgt für Aufregung: Der Salzburger Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp hat die 17 Mrd. €, die Herr und Frau Österreicher jährlich für die individuelle Mobilität ausgeben, auf die einzelnen Einkommensschichten aufgeteilt. Demnach gibt das oberste Einkommensviertel 22 % ihres Geldes fürs Auto aus: „Es ist nach wie vor ein Prestigeobjekt und signalisiert Kaufkraft“, sagt Popp. Leute fahren rd. 90 Kilometer pro Tag mit ihren Autos.
Deutlich weniger Euros fürs Auto haben jene Menschen zur Verfügung, die der unteren Einkommensschicht angehören: Sie wenden nur 6 % ihres Geldes für individuelle Mobilität auf. Popp: „Das ist ganz klar: Viele dieser Menschen haben nur einen Gebrauchtwagen oder überhaupt kein Auto.“
Interessant ist auch die Feststellung Popps, wonach die Leute aus den oberen Einkommensschichten mehr Geld fürs Auto ausgeben als für ihren Nachwuchs. Sein Nachsatz: „Das heißt aber nicht, dass diese Menschen ihre Kinder verhungern lassen, damit sie sich ein schönes Auto kaufen können.“
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