Branchenkenner nennen unterschiedliche Gründe für die sinkenden Zulassungen: In Kärnten wurden heuer um 6,46 % weniger Neuwagen angemeldet, im Juli gab es sogar einen Einbruch um fast 22 %. Hannes Krisper, Mitglied des Ausschusses des Kärntner Fahrzeughandels und Fiat-Händler in Klagenfurt, glaubt, dass der „Wirtschaftsaufschwung noch nicht wirklich greift“. Es gebe kaum Industrie und wenige große Firmen, weshalb die Kaufkraft in Kärnten schlechter sei als beispielsweise in der Steiermark.
Für das Burgenland (-7,37 % bei den Nzl von Jänner bis Juli) spricht Karl Josef Simon, Inhaber dreier Skoda-Autohäuser in Rechnitz, Tobaj und Oberwart, von der starken Abwanderung im Süden des Landes. „Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Zahl der verkauften Autos und den Anmeldungen“, sagt er: „Da viele Burgenländer als Wochenpendler in Wien arbeiten, müssen sie ihre im Burgenland gekauften Autos in Wien anmelden, um ein Parkpickerl zu bekommen.“ Daher werde die Statistik verfälscht.
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