Die Kurzzulassungen bis 7 Tage sind in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 75,8 % auf 12.414 Stück gestiegen, jene bis 30 Tage um 60,6 % auf 16.898 und jene bis 60 Tage um 45 % auf 26.498. Besonders auffällig ist das Plus der – keinesfalls mit „Vorführern“ oder „Ersatzfahrzeugen“ gleichzusetzenden – Tageszulassungen: Deren Zahl hat sich mit 9.592 statt 5.873 Stück beinahe verdoppelt.
Hyundai war nicht nur Spitzenreiter bei den Tageszulassungen, sondern kam mit 39,86 % auch auf den insgesamt höchsten Kurzzulassungsanteil bis 120 Tagen. Knapp dahinter folgen Fiat (36,57 %), Citroen (33,6 %) sowie Opel und Ford. Beim Marktbeobachter EurotaxGlass’s spricht man von einer „Irritation der Marktmechanismen“ und fordert neuerlich eine Exportstatistik: „Fraglich ist, wie viele neu zugelassene Fahrzeuge tatsächlich den inländischen Bestand bereichern und wie groß der Exportanteil ausfällt“, so Geschäftsführer Mag. Henrik Kinder. Auch Bundesgremialobmann Komm.-Rat Burkhard Ernst will eine „Exportstatistik, die mit den Kurzzulassungen zusammengeführt und von den offiziellen Neuzulassungen abgezogen wird“.
Von den Kurzzulassungen profitieren die Importeure, aber auch jene Händler, die sich immer wieder als dankbare Partner für „Parallelvermarktungen“ anbieten. In Summe verliert die Branche aber, wenn immer mehr Fahrzeuge auf den Höfen stehen, finanziert werden müssen und schlussendlich die Entscheidung für den „echten“ Neuwagen noch schwerer machen. „Zweifellos kommen die Händler immer mehr unter Druck“, konstatiert beispielsweise Mag. Paul Schweighofer, Geschäftsleiter des großen Grazer Mazda- und Kia-Händlers Robinson.



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