Milic und sein Mastermind Mag. Christian Peischl (Autohausbetreibern als Im- und Exporteur von Fahrzeugen ein Begriff) haben sich jetzt – auf legalem Weg – für Toyota Prius entschieden.
Mazda Rainer hingegen schuldet Milic, dessen vergangenes und existentes Firmengeflecht mehrere Seiten ausfüllt, per rechtskräftigem Zahlungsbefehl (40 Cg 123/06 y) für fünf gelieferte Mazda6 ohne Zinsen 26.446,75 € an Mehrwertsteuer und NoVA.
Milic hat den Mazda-Händler durch Täuschung über Tatsachen, nämlich über ein entsprechendes Guthaben auf dem Finanzamtskonto seiner damaligen Allgetax Taxibetriebsges.m.b.H. zu verfügen, zur Überrechnung von NoVA und Mwst. verleitet. Das hat der rührige Serbe nicht bestritten, jedoch bis auf 1.000 € Akonto nie mehr was bezahlt. Vielmehr wurde über die Allgetax im Februar 2007 das Konkursverfahren (3 S 29/07) eröffnet. Zudem wurde das unter 11 St 148/07 x geführte Verfahren von der Staatsanwaltschaft Wien eingestellt.
Milic, der im ORF dargestellte Menschenfreund und erfolgreiche Unternehmer, lässt Ernst die Zornesröte ins Gesicht steigen: „Zahlungsbefehl und Strafanzeige gingen ins Leere Das mir veruntreute Geld sehe ich nicht wieder!“
Inzwischen firmiert „Milic, Malic & Co.“ (Milanka Malic ist die Gattin) unter Danube Express GmbH und seine Firmenadressen wechseln regelmäßig. Peischl als Gesellschafter und Hirn von Milic zieht von Malta aus die Fäden in der undurchsichtigen Firmenkonstruktion. Ernst fragt sich, ob aus Valetta mit dem Vorsteuerabzug alles dem österreichischen Abgabengesetz entspricht.
Milic hatte zuvor bereits mit Ford (S-Maxx) und Mercedes juristische Auseinandersetzungen.
Der Toyota-Importeur ließ seiner peniblen Geschäftsgebarung treu bleibend nichts anbrennen. Die jüngste 75 Einheiten umfassende Prius-Hybrid-Flotte wurde ordnungsgemäß über die Landesbank Tirol abgewickelt. Eine weitere Tranche sei in Vorbereitung, erklärt das Finanzierungsinstitut.
Lassen wir am Ende den Text von ORF-Reporter Alexander Lorenz wirken: „Sehr schnell stellt sich heraus, dass der Serbe auch nach Jahrzehnten in Österreich in vielerlei Hinsicht immer noch wie ein Serbe lebt und denkt.“
