Um einer „spürbaren Feindseligkeit“ vorzubeugen, versucht der BP-Konzern sein Desaster mit der „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko in einem konzertierten Schreiben an seine Geschäftspartner in aller Welt klarzustellen (siehe PDF im Anhang).
Dagegen ist nichts einzuwenden, würden nur die fünf zentral angeführten und wohl von oberster Konzernleitung verordneten Argumente im Text nicht so hilflos wirken. Darin „verpflichtet“ sich das gesamte BP-Management inklusive BP Country Manager Manfred Killian aus Österreich, mit einem „hervorragend bilanzierenden Unternehmen“ im Rücken den Ölaustritt zu stoppen, so lange aufzuräumen, bis das Meer und die Küstengebiete wiederhergestellt und die rechtmäßigen Entschädigungsansprüche befriedigt sind.
Wir atmen auf. Das wohlbringende Textwerk ist in Kraft. Endlich neue Aufgaben: Weg vom Verkauf, hin zum Strandputz!
Im BP-Jargon ist das reine Auslegungssache. Verstehen Sie nun, wieso die Leute kein Vertrauen mehr in BP haben?
