„Kinder und Ungeborene sind durch die Schadstoffe des Kfz-Verkehrs besonders gefährdet“, so Verkehrspolitiker Martin Blum. „Derzeit hat die freie Fahrt für Schadstoff-Schleudern Vorrang vor der Gesundheit unserer Kinder. Viele Eltern sind darüber zu Recht verärgert.“
Mit den immer gleichen, auf Betroffenheitsmaximierung abzielenden Worthülsen versteckt der eisenbahnnahe „Verkehrsclub“, dass harte Fakten für die Wirksamkeit von Fahrverboten fehlen. Tatsächlich mögen die Dieselrussemissionen in Berlin seit der Einführung einer „Umweltzone“ um 24 % und die Stickoxidemissionen um 14 % gesunken sein (so das vom VCÖ genannte Beispiel): Dass dies aber zu einem Gutteil auf den technischen Fortschritt der Autobauer zurückzuführen ist, übersehen die Propagandisten.
Noch eine Tatsache lässt man geflissentlich unter den Tisch rutschen: Ganz ohne Fahrverbote sind die Feinstaubemissionen aus dem österreichischen Verkehr 2008 um 5,9 % zurückgegangen. Industrie und Kleinverbraucher stoßen weitaus mehr Feinstaub aus als die Autos, von anderen Abgasen zu schweigen. Sachargumente interessieren den VCÖ aber herzlich wenig: Das hat er schon mit der „SUV-Hetze“ und der Forderung nach einem Baustopp für alle Autobahnen bewiesen.



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