Vor allem die Behauptung, die Suche nach einer guten
Werkstatt sei „wie Roulette“, verärgert Bundesinnungsmeister Komm.-Rat
Friedrich
Nagl. Bei 15 aufgesuchten von 5.500 Werkstätten Österreichs könne man
nicht von
einem repräsentativen Querschnitt sprechen. „Es gibt zahllose zufriedene Werkstattkunden“, kritisiert Stellvertreter
Josef Puntinger die angewendete fingierte, praxisferne Mängeldarstellung. „Solche
Vorgänge sind dazu angetan, Arbeitsplätze in den Regionen zu vernichten.“
Wenn ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil von einem Roulettespiel
spricht, eine gute Werkstatt zu finden, fragt sich der ebenfalls als
stellvertretender Bundesinnungsmeister fungierende Tiroler Martin Gertl, ob die
Kugel nicht auch auf das Feld ARBÖ fällt. „Der ARBÖ ist ein Mitglied der
Kfz-Innung und sollte solche Aktionen nicht zu Werbezwecken in eigenem
Interesse missbrauchen.“ Der Ausbildungsstand der österreichischen
Kfz-Techniker befinde sich auf hohem Niveau, teilt die Bundesinnungsspitze mit.
