Vor allem Continentals finanzielle Zurückhaltung brachte den Reifenverband, der in den letzten Jahren seines Wirkens nur noch ein Schatten seiner selbst war, in Zugzwang. Im Sog des deutschen Reifenherstellers nahmen sich weitere Geldgeber zurück. Dementsprechend schmal ist das Budget 2010, die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen und einmalige Erlöse aus der Vermarktung der Reifenfibel reichen kaum aus, ihrem Verbandsauftrag nachzukommen.
Unter der Regie von Generalsekretär Richard Vogel versucht der wiedergewählte Vorstand unter Obmann James Tennant mit Klaus Kreisel, Herbert Wadel und Roland Dorfner, das Steuer herumzureißen. Man zeigt sich nach den Gesprächen mit der Industrie zuversichtlich, zumal der Verkaufsverlauf im Reifenhandel bislang positiv verlief und die Winterreifeneinlagerung auch übers Jahr Anlass zu weiterem Optimismus gibt.
Der Verband will sich künftig wieder mehr auf das Lobbying verlagern, der Arbeiten verrichtet, die das Mitglied oder der Reifenhersteller nicht allein erledigen kann. Auch soll verbandseitig keine Endverbraucherwerbung mehr getätigt werden.
Die 28. Generalversammlung in Kremsmünster mit einem Referat von BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler zu den Beurteilungskriterien von B2C-Reifenvermarktungsplattformen (10 % Marktanteil werden vermutet) und dem 60-minütigen Auftritt von Dirigent Christian Gantsch „Vom Solo zur Sinfonie“ war ein Anfang, der hoffen lässt, dass das Vorstandssolo unter Einbindung aller Branchenkräfte den Verband wieder zum stimmigen Klangkörper formen kann. Mit wieder breiter Hilfe aus der Industrie will sich der VRÖ auf der AutoZum 2011 in Salzburg neu präsentieren, verspricht die Verbandspitze.



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