Laut dem Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH/Wien werde Elektromobilität nicht nur den Verkehr, sondern auch die Strukturen der Autoindustrie grundlegend verändern.
Bei Batterien für Elektro- und Hybridautos, bei Elektromotoren und Start-Stopp-Automatik spiele künftig die Musik. Ein Verbrennungsmotor habe rund 1.400 Teile, ein Elektromotor rund 210. Sich zu früh umzustellen könne teuer werden, sich zu spät umzustellen aber auch.
Elektromobilität verändere nicht nur das Mobiltätsverhalten der Menschen, sondern erfordere auch gänzlich neue Geschäftsmodelle. Mit den alternativen Antriebsarten verändere sich die gesamte Wertschöpfungskette im Automobilbau. Doch Sihn dämpfte allzu hohe Erwartungen: „An der Elektromobiltät führt kein Weg vorbei", sagt Sihn, der in den nächsten 10 Jahren aber nicht von einem Elektroauto-Boom ausgeht. Doch „auch wenn das Elektroauto nicht so schnell kommen wird, wie uns manche glauben machen wollen", biete es unheimlich viele Chancen. Handhabbare, preiswerte Energiesysteme seien der Schlüssel, auch wenn es um längere Fahrtstrecken gehe.
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