Dennoch kündigt der österreichische EU-Abgeordnete Othmar Karas (l.) an, seine Bemühungen fortsetzen zu wollen. Er verweist auf den laufenden Kontakt zu Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, der die gröbsten Bedenken zu zerstreuen sucht: Die neuen Wettbewerbsregeln seien „angesichts der Bedürfnisse aller Beteiligten ein Mittelweg“, heißt es in einem Schreiben an Karas. Die EU-Kommission werde die Autobranche „sorgfältig beobachten und nicht zögern zu handeln, wenn sich der Rechtsrahmen als unangemessen erweisen sollte“.
Almunia betont, dass er den Parlamentariern mit der zeitlichen Einschränkung einer vom Hersteller verlangten Markenexklusivität, der Empfehlung eines „Code of Conduct“ und in Bezug auf die Weitergabe technischer Informationen durchaus entgegenkommen sei. In der Branche ist man damit freilich nicht zufrieden: Für den österreichischen Bundesgremialobmann Burkhard Ernst bedeuten die neuen Regeln schlicht „noch mehr Rechtsunsicherheit“.
 
Das Schreiben von Almunia kann über den unten angeführten Link als PDF-Datei abgerufen werden.