Er ist einer der
absatzstärksten selbstständigen Autohändler und der zweitgrößte Mazda-Partner
des Landes. Er ist im Film- und Tabakgeschäft erfolgreich, pflegt beste
Kontakte zu den Medien und verkehrt mit Prominenz aus Politik und Gesellschaft:
Burkhard Ernst bringt mit, was seinem Vorgänger schmerzlich gefehlt hat.
Gleichzeitig widerlegt er, was Funktionären immer wieder vorgeworfen wird: Dass
sie dem Tagesgeschäft längst entwachsen oder in diesem gar gescheitert seien.
Ernst hat das Zeug, der
Branche endlich Gehör zu verschaffen. An Ehrgeiz mangelt es ihm nicht. Er will
die NoVA abschaffen, 800.000 „Stinker“ mit einer neuen Ökoprämie von den
Straßen holen und den Langzeitkampf gegen die Wrackbörsen zu einem halbwegs
zufriedenstellenden Ende bringen.
Dass er diese Themen als
einer von wenigen klar und deutlich angesprochen hat, brachte ihm in der
Branche viele Unterstützer ein. Doch jetzt müssen den schönen Worten Taten
folgen. Dazu braucht es nicht nur prägnant formulierte Kritik, sondern
Verhandlungsgeschick und konkrete Konzepte. Gleichzeitig muss Ernst damit
rechnen, dass seine eigenen Aktivitäten als Kfz-Unternehmer von den Mitgliedern
genau beobachtet werden (Stichwort „Mazda-Händlerverband“).
Die Kür ist vorüber, die
Pflicht hat begonnen – womöglich mit weniger Rückendeckung und mehr
Querschüssen aus den eigenen Reihen, als Ernst bisher bewusst ist.
