Lediglich eine geringere verkaufte Ausstellerfläche schmälert den Erfolg der diesjährigen Reifenfachmesse in Essen. Von Jänner bis April 2010 lief der Reifenabsatz sowohl in der Erstausrüstung als auch im Ersatzbedarfsgeschäft für die meisten Anbieter positiv. Aufgrund dieser Tatsache machen sich die Hersteller daran, ihre Preise in Tranchen zu erhöhen, zumal die Rohstoffpreise „exorbitant“ gestiegen sind.
Die Verbesserung der Margensituation liegt der Industrie und weiten Teilen des Groß- und Einzelhandels auf den Lippen. Ob sich alle Pläne – durchschnittlich 3 bis 5 % Erhöhung – durchsetzen lassen, hängt sehr stark von der Lieferkapazität asiatischer Reifenanbieter ab. Die kämpfen aufgrund stark expandierender Heimmärkte selbst mit Kapazitätsproblemen und auch die etablierten Reifengiganten wollen ihre erst um bis zu 25 % zurückgenommenen Produktionskapazitäten nicht sofort wieder erhöhen. „Preiserhöhungen werden ernst genommen“, lautet der Grundtenor auf dem Messeparkett. Dennoch wird angemerkt, dass die europäischen Märkte grundsätzlich nicht wirklich wachsen, sondern von Verschiebungen gekennzeichnet sind. Beim einen oder anderen Anbieter wird wieder der Ganzjahresreifen ins Spiel gebracht, weil es die „Flottenanbieter so wollen“.
Einen ausführlichen Messebericht gibt es in der nächsten Eurotax AUTO-Information.
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