Für Florian Eichinger vom Branchenbeobachter CSM Worldwide ist es durchaus vorstellbar, dass Elektroautos 2020 auf einen Marktanteil von 5 bis 15 % kommen. Magna-Manager Jürgen Stockmar, ehemaliger Opel-Entwicklungsvorstand und bei Audi an der Entwicklung des Allradantriebssystems quattro beteiligt, sieht die Stromer dagegen sehr kritisch: Bis ein E-Fahrzeug bei Preisen, die heutigen Modellen mit Verbrennungsmotoren entsprächen, auf eine Reichweite von zumindest 400 km komme, werde es noch Jahrzehnte dauern. Am CO2-Ausstoß werde sich dadurch nur wenig ändern.
Für Thomas Inglenath, Geschäftsführer des Volkswagen Design Center Potsdam, ist bei entsprechend professionellem Marketing eine rasche Marktdurchdringung vorstellbar. „Lokalmatador“ Gerhard Wölfel, Chef des BMW-Motorenwerks in Steyr, verwies auf die Elektroversionen des Mini sowie die geplante Variante des 1er. Größere Bedeutung hätten aber nach wie vor sparsame Dieseltriebwerke sowie das Verbrauchsoptimierungsprogramm EfficientDynamics.
Die Chance für die Zulieferindustrie, waren sich Teilnehmer der „automotive.2010“ einig, liegt in der immer aufwändigeren Parallelentwicklung verschiedener Technologien: Dabei seien die Autohersteller auf Partnerschaften angewiesen.
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