Für Greenpeace-Deutschland-Sprecher Wolfgang Lohbeck ist die technische Effizienzsteigerung bei Verbrennungsmotoren zwar weitgehend ausgeschöpft. Es wird noch lange dauen, bis sie von einem Alternativantrieb ersetzt werden kann. „Ein Verbrenner ist allemal CO2-günstiger zu rechnen als jede heute verfügbare Batterientechnologie.“
Lohbeck fordert zunächst eine Änderung der Fahrzeugindustrie in ihrer Modellpolitik zu kleineren Fahrzeugen und nicht das Vorgaukeln von bereits verfügbaren E-Fahrzeugen.
Selbst bei intelligenter Ladeinfrastruktur ist ein elektrisch betriebener Wagen noch lange kein „grünes“ Auto, bricht Greenpeace für die bestehende Autoindustrie eine Lanze.
E-Mobilität, so seine These, dient der Politik dazu, den Mineralölkonzernen das Spekulieren mit ihren Ressourcen Einhalt zu gebieten. Die Chinesen mit ihrem enormen Nachholbedarf an individueller Mobilität „verstromen“ inzwischen ihre Kohle, damit sie vom Erdöl unabhängiger werden. Für Greenpeace der total verkehrte Weg.
Politisch dient das E-Auto vorwiegend als Druckmittel auf den Verbrennungsmotor, aus dem die Forschungsabteilungen noch gut 20 % Effizienz steigern können, wie Lohbeck vermutet. Der alternative Antrieb kommt auf uns zu, aber sehr langsam. Der finanziell potente Autohandel kann inzwischen mit dem verfügbaren E-Fahrzeugangebot experimentieren, um in der nächsten Generation dafür fit zu sein.



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