In der Wiener Kfz-Innung engagierte sich der geniale Handwerker viele Jahre als Prüfer, unter anderem in der Meisterprüfungskommission. Josef Borka betreute in den 50er-Jahren zunächst den Porsche Spyder und dann den Ferrari Testa Rossa 12-Zylinder, mit denen Juweliersspross Köchert erfolgreich Rennen bestritt. In der Folge wurde er Betreuer der von Curd Barry, Rolf Mark und Filmstar Gunter Philipp 1960 gegründeten Ecurie Vienne: die fuhr zunächst italienische Poggi-Formel-Junior-Wagen, ab 1961 englische Cooper-Rennwagen. Als Jochen Rindt 1963 den Cooper Formel Junior von Curd Barry kaufte, formierte sich die Renngemeinschaft Barry-Rindt. Borka betreute in der Folge den Rennstall nicht nur, sondern begann die Fahrzeuge zu optimieren. Er hatte allerdings auch viele schlaflose Nächte, weil das Supertalent Rindt am laufenden Band Motoren, Getriebe und Radaufhängungen zerstörte. Borka soll daher zu Rindt gesagt haben: "Wennst weiter nur Schrott ablieferst, kannst dir dein Auto selber reparieren!" Die von Borka optimierten Autos, so berichtet die Chronik, ebneten Rindt den Weg in die Formel 1. Nachdem Barry tödlich verunglückte und Rindt in die Formel 1 gewechselt hatte, war Borka in den 60er- und 70er-Jahren dank seines Rennsport-Knowhows als Rennmechaniker gefragt.
Er machte sich 1967 in Wien-Inzersdorf selbstständig und expandierte am Standort Draschestraße. Sohn Alfred Borka führt mit seiner Familie seit 1989 bereits das Lebenswerk von Josef Borka in seinem Sinn: Die Ferrari-Flagge weht motivierend auch im heutigen Alfa- und seit einiger Zeit auch Fiat-Servicebetrieb von der Decke.



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