Für Schirak ist dieser Versuch ein „Fast wie ein Sich-selber-neu-Erfinden“, im Laufe der Zeit seine besten greifbaren Kompetenzträger enger zusammenzuführen und dafür zu sorgen, dass das delikate Gebilde so lange wie möglich beisammen bleibt.
Schön ist das anzuschauen: Seit der Nominierung von Burkhard W. Ernst zum neuen Bundesgremialobmann thront – sozusagen als Träger des Wirtschaftskammerwillens im Autohandelsgeschäft – Funktionärsprofi und Alt-Gremialvorsteher Schirak geradezu demonstrativ zwischen Ernst und dem noch bis Mitte 2010 amtierenden Funktionsträger Mag. Dr. Gustav Oberwallner.
Schirak will darauf einwirken, dass der emsige Oberwallner künftig als Stellvertreter von Ernst nicht die ganze Tagesarbeit mit Arbeitsadresse Brüssel delegiert bekommt und der Wiener Multifunktionsträger sich nicht allein den öffentlich wirksamen Themen annimmt. Tatsächlich verlangt die schwierige Marktsituation eine Bündelung der Kräfte und keine Einzelkämpfer.
Beim Ringen mit den WKÖ-demokratischen Einrichtungen, die uns aufgebürdet sind, dürfen wir die Importeure nicht vergessen. Deren Vertreter Mag. Ingo Natmessnig, in erster Linie dem Willen der Hersteller verpflichtet, schweigt vornehm zu diesem Treiben. Umgekehrt stehen die Autohändler am Wiener Schwarzenbergplatz (noch) vor verschlossenen Türen, wenn es wie jetzt um die Mittelstandsinitiative geht.
Was sich auf Bundesebene abspielt, geduldet von vielfach überforderten Kammer(zwangs)mitgliedern, wirkt sich nahtlos aufs Geschehen in den Bundesländern aus. „Senator“ Schirak stellt unter Respektierung kammerpolitischer Regeln seinen gesunden Menschenverstand den akademischen Visionen Oberwallners und dem Gestaltungswillen von Ernst zur Verfügung.
Anmerkung: Ideen und Grundlagen der Zukunftsgestaltung einer zeitgemäßen Kammervertretung müssen vom Mitglied ausgehen, sollten als Tischgespräch im Bezirkskreis geboren werden.
