Besonders der Neu- als auch der Gebrauchtwagenhandel verzeichnen in Österreich bisher im laufenden Jahr einen erfolgreichen Verlauf. Mehrheitlich melden die Importeure für das abgelaufene 1. Quartal positive Zahlen, die auch von Handel, Gewerbe und Dienstleistern überzeugend bestätigt werden. Auch das Werkstattausrüstungsgeschäft macht Profis wieder mehr Freude, während die Verschleißteile-Absatzzahlen in den Monatsergebnissen regelrecht Jubel auslösen.
Im Durchschnitt zeigen sie zumindest alle mehr Initiative als im Vorjahr. Das ist schön, soll aber nicht von den Problemen rund um den bevorstehenden Wegfall der Kfz-GVO in allen ihren Auswirkungen ablenken. Viele Betriebe operieren mit sehr knapper Liquiditätsreserve und mit zunehmender Schwarzarbeit, die den Managern den Handlungsspielraum in Richtung Expansion weiter einengt. Die Wirtschaft leidet allgemein unter steigenden Kreditrisiken.
Sämtliche Prozesse im Tagesgeschäft, speziell in den Finanz- und Nebendienstleistungen, werden weiter verschlankt, um das immer weniger zur Verfügung stehende Personal dem Betriebsablauf so wenig wie möglich zu entziehen.
Am Jahresende werden wir wieder den Preis für das Drama „Haben und Nichthaben“ verge... Nein! Belassen wir es bei der augenblicklichen Entwicklung, ansonsten wir ja der Mutlosigkeit wieder das Wort reden würden. Ach ja, nun kommen die Komplett- oder Paketlösungen auf die Autowirtschaft zu: In der Flatrate liegt neuerdings der Charme des Autohandels und des Service, soll sie im Kundengespräch doch den Nachlass aus dem Fokus nehmen. „Für ein paar Euro mehr“ gibt es jedenfalls den Award für eine 150%ige Arbeitsmehrbelastung.