Laut den Hochrechnungen der Creditreform gab es im 1. Quartal einen Anstieg von 47 auf 55 Kfz-Pleiten, branchenübergreifend aber ein Minus um 0,8 % auf 1.637 Insolvenzen. Der KSV verzeichnete insgesamt einen Rückgang um 5,6 % auf 1.604 Unternehmensinsolvenzen, für die Kfz-Branche gibt er statt des Vorjahreswerts von 33 nur 29 eröffnete Verfahren an. Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter der KSV-Insolvenzabteilung, erklärt dies mit den zuletzt niedrigeren Spritpreisen sowie positiven Nachwirkungen der Ökoprämie.
Für das Gesamtjahr sind beide Organisationen pessimistisch. Rainer Kubicki (l.), Geschäftsführer der Creditreform, erwartet aufgrund der im Vorjahr sehr schlechten Bonitätsentwicklung in der Kfz-Branche einen Anstieg um 12 % auf insgesamt etwa 200 Pleiten. Kantner verweist auf den in der gesamten Automobilwirtschaft zweifellos notwendigen, bislang aber ausgebliebenen Strukturwandel: „Da ist zweifellos noch viel zu tun.“