Der gute „Fritz“ ging mit Urgewalt samt allen damit verbundenen Konsequenzen die Themen an: Trennung vom Österreichischen Wirtschaftsverlag (ÖWV), der längst ein deutscher Verlag ist, eigener Mängelkatalog und keine Herausgeberbindung mehr an das Fachmedium „KFZ-Wirtschaft“. Er schaffte die direkte Einbindung der Bundesinnung in den Lenkungsausschuss als Bindeglied zwischen den Plakettenherstellern und dem Ministerium in Verbindung mit der elektronischen Begutachtungsverwaltung (EBV).
Nun passieren im Hintergrund der Bundesinnung seltsame Dinge. Es scheint sich eine Achse, bestehend aus Pickerlherstellern, ÖWV und Verkehrsministerium, zu bilden, die sich gegen die Interessen des Bundesinnungsmeisters richten. Plötzlich gibt es Zoff mit der 4. Bundesprüfstellen-Verordnung, die der Herr Dr. Wilhelm Kast vom Verkehrsministerium in völlig andere Kanäle gleiten ließ, als ursprünglich vereinbart war. Die besagte Achse, so ein Innungsbruder klangvoll, spiele mit der Bundesinnung diesbezüglich „Bauernarsch“!
Herr Nagl! Trotz Wahlkampf stehen wichtige Entscheidungen an. Gerne lasse ich mich von den Vignettenproduzenten zum Stichwort „Pickerl-Schilling“, eine seit Jahren an der Bundesinnung vorbeigehende Geldquelle, persönlich befragen, wie der schnöde Mammon fließt oder auch nicht. Warum ist niemand daran interessiert, diesen für die Innungsfinanzen wesentlichen Einnahmenposten zu heben? Damit könnte jeder Bundesinnungsmeister berühmt werden.
In der Sanktionsfrage hat die Bundesinnung ohnedies schon Zugeständnisse gemacht. Kersten Viehmanns verbotener Datenzugriff als vormaliger Innungsgeschäftsführer in der Wirtschaftskammer zugunsten seines nunmehrigen Arbeitgebers ÖWV wird gerichtlich nicht weiter verfolgt. Diesen Brief haben wir via info4you unseren Lesern nicht verheimlicht!
Überraschend ist, dass Friedrich Nagl bereits so vieles erreicht hat. Aber hat der seit rund einem Jahr amtierende Bundesinnungsmeister auch die Erwartungen seiner „Getreuen“ erfüllt?