„Bestehen bleibt die Mitgliedschaft im VRÖ“, präzisiert das Semperit-Marketing, sich nur den aktuellen wirtschaftlichen Sachzwängen beugen zu müssen. Vogel („man zückt halt den Rotstift“) sieht damit noch Verhandlungsspielraum mit Semperit. Er will aber Krejcis Vorgehen zum Anlass nehmen, „mit allen Industriepartnern“ zum Thema Kooperationswerbung ein „Orientierungsgespräch“ zu führen. Krejci erklärt gegenüber info4you.co.at: „Wir investieren verstärkt in das Markterfordernis der persönlichen Betreuung. Servicequalität kostet und wir müssen auf allen verfügbaren Wegen dem Kostendruck begegnen.“
Das Thema „Falsche Poolzahlen“ will Vogel nicht kommentieren und verweist auf die vom VRÖ veröffentlichte Statistik 2009. Angeblich, so die derzeitigen Diskussionen zwischen Industrie und Reifen(fach)handel, flossen rund 200.000 Winter-Pkw-Reifen wieder zurück ins Ausland, weil Lieferverzögerungen führender Reifenmarken anderwärts kompensiert worden seien.
Von den VRÖ-Migliedern (67 Reifenhändler mit 142 Outlets) werden die Marken Goodyear, Michelin und Continental als wichtig erachtet, die über den gesamten Saisonverlauf jedoch nicht immer optimal lieferfähig gewesen sein sollen.
Ein Zusammenhang zur nunmehrigen Entscheidung von Semperit wird von beiden Seiten dementiert.
