Moderne Assistenzsysteme bringen massive Herausforderungen an die
Reparaturwerkstätten, vor allem wenn es sich um freie Betriebe
handelt. Hella Gutmann bietet die entsprechenden Lösungen.
Fahrerassistenzsysteme gewinnen laufend an Bedeutung und an
Marktanteil, kaum eine Marke oder Fahrzeugklasse, die noch nicht
zumindest optional mit Kameras und Radarsystemen ausgestattet ist.
Die Kalibrierung und Justierung dieser Technologien stellt einerseits
eine große Herausforderung, gleichzeitig aber eine große
Kompetenzmöglichkeit für freie Betriebe dar.
Mit dem Systembaukasten CSC-Tool bietet Hella Gutmann die Module zur
Justierung der gängigen Radarsysteme sowie alle notwendigen Werkzeuge
für die statische und dynamische Kamera-Kalibrierung von gleich 17
Automarken an. Dafür wurde das seit 2013 bewährte CSC-System um 9
Module erweitert, wobei CSC für Camera and Sensor Calibration steht.
Der Vorteil besteht in der universellenJustierungs-und
Kalibrierungsmöglichkeit für diese Marken, das CSC-Tool braucht
lediglich die Verbindung zu einem mega-macs-Diagnosegerät und
funktioniert ohne einen speziellen Achsvermessungsplatz.
mega macs bildet die Basis
Das System umfasst Kamerasysteme von den Automarken Audi, Mercedes,
Seat, Skoda, VW sowie in Kürze Honda, Hyundai, Kia, Mazda, Nissan,
Renault und Toyota/Lexus. Teilweise führt das mega-macs-Diagnosegerät
durch die definierten Abläufe sowie die Initialisierung der
Kalibrierung.
Justierung der Radar-Systeme
Komplettiert wird das Hella-Gutmann-System von einem Adapter-Kit für
die Justierung der derzeit gängigen Radar-Systeme. Da diese Systeme
Messungen in einer Distanz von mehreren hundert Metern durchführen,
müssen die Radarköpfe exakt zur geometrischen Fahrachse des Fahrzeugs
ausgerichtet werden. Die meisten Radarsysteme lassen sich in ihrer
xund y-Achse justieren. Bei den Systemen von Audi, BMW, Seat, Skoda
und VW wird beispielsweise das Messfeld der Radarsensoren über das
eigene Signal ermittelt. Um diese einzustellen, enthält das
Radar-Basis-Modul des CSC-Tools eine Winkelverstellplatte, die
einfach am Grundträger des CSC-Tools eingehängt wird. Haben die
Radarköpfe herstellerseitig einen kleinen Messspiegel, wird
zusätzlich ein Laseraufsatz mit Skalierung eingesetzt. Dieser Aufsatz
wird einfach mit Magnet auf der Platte positioniert und ist ebenfalls
im Lieferumfang enthalten.
Ein weiteres Adapterkit kommt für die Systeme der
Mercedes-Benz-Modelle der vergangenen 10 Jahre zum Einsatz. "Geübte
Kfz-Profis benötigen für die Kalibrierung von FAS-Radarsensoren, wie
zum Beispiel der Automatischen Distanzregelung im Audi A6, rund 25
Minuten", sagt Ralph Kolberg, Leiter Diagnose bei Hella Gutmann. "Wie
auch bei der Kamera-Kalibrierung wird der Bediener vom eingesetzten
Diagnosegerät der mega-macs-Reihe sicher durch die
fahrzeugspezifischen Arbeitsschritte geführt." (GEW)