Als "wichtiges Preissignal bei Audi" bezeichnet Stefan J. Hutschinski, Obmann des VereinsÖsterreichischer VW Audi Seat Skoda Betriebe, die Comeback-Pakete für Audi, die acht Jahre und älter sind. Das sind in Österreich immerhin 169.200 Stück. Hutschinski: "Bei VW gelingt es, mit den 8+-Paketen den Kunden zurückzuholen, der bei ähnlichem oder minimal höherem Preis lieber die Markenwerkstatt in Anspruch nimmt -wegen möglicher Garantie-bzw. Gewährleistungsansprüche oder im Hinblick auf die Marktchancen des Serviceheftgepflegten beim Wiederverkauf." Derartige Angebote hätten für die Markenbetriebe in Regionen mit geringerer Kaufkraft mehr Wirkung als in Gebieten mit höheren Einkommen, meint er. "Vielleicht gelingt es, in grenznahen Regionen Kunden im Land zu halten oder zurückzuholen, die sonst außerhalb Österreichs reparieren lassen." Laut Statistik Austria sind 546.900 VW über acht Jahre. Allerdings, so Hutschinski, müsse man die Auswirkung solcher Aktionengenau beobachten: "Wir haben Sorge um die Rentabilität im Servicegeschäft!"

"Eine hochinteressante Marketingstrategie, den Audi-Kunden so holen zu wollen", sagt Gerhard Zeiner, Sprecher der freien Werkstätten in der Bundesinnung der Kfz-Techniker. "Sie wird allerdings ohne direkte Lenkungseffekte bleiben. Nicht ganz so schlecht könnte der Versuch bei Reparaturketten gelingen, aber voraussichtlich wirkungslos bei freien Werkstätten." Zum Freien gehe der Kunde nicht wegen der Marke, sondern weil er dem Mechaniker vertraue.

Skoda und Seat sind schon mit fünf "älter"

"Derartige Preisaktionen hauen nur die Preise für die anderen zusammen!", sagt Zeiner. Kunden der Pfuscher werde man damit nicht holen. Paketpreise für "Fünfjährige" gibt es nun bei Skoda (Potenzial: 119.388) und Seat (P.: 70.094) (ENG)