Neben den Pkw-Neuzulassungen mit starken Zuwächsen gab es auch für die Gebrauchtwagenummeldungen 2025 ein leichtes Plus. Gut so, schließlich ist der Handel mit gebrauchten Autos seit Jahren eine wichtige Stütze für die heimische Kfz-Handelslandschaft. Der Erfolg im Gebrauchtwagen-Business hängt nicht zuletzt vom Angebot und den handelnden Personen ab. Die Angebotsseite hat sich in den vergangenen Monaten wieder entspannt, nach wie vor schwierig bleibt das Segment der gebrauchten Elektroautos. Technologiesprünge und eine unklare Restwertentwicklung setzen hier der Branche zu, dennoch konnten auch bei den elektrifizierten Fahrzeugen mehr Besitzumschreibungen vermeldet werden.

Zu guter Letzt kommt es aber immer auf den Endkunden und sein konkretes (Kauf-)Verhalten an. Ein Blick in den DAT Report 2026 offenbart, dass unter Konsumenten vielfach noch Skepsis vorherrscht, was die Anschaffung eines (gebrauchten) E-Autos anbelangt. Ins Treffen geführt werden Punkte wie begrenzte Reichweite (47 Prozent) oder hohe Anschaffungskosten (39 Prozent) oder (zu) lange Ladezeiten (29 Prozent). Über all diese Vorbehalte könnte ausführlich diskutiert werden, Aufklärung kann hier aber auf jeden Fall nicht schaden. Bei den Befragten des DAT Reports, die ausschließlich aus Deutschland stammen, scheint die Skepsis gegenüber einem gebrauchten fahrbaren Untersatz mit Elektroantrieb besonders ausgeprägt zu sein. Nur für 13 Prozent der befragten potenziellen Gebrauchtwagenkäufer kommt ein BEV überhaupt in Frage, 36 Prozent lehnen dies grundsätzlich ab. Die Ablehnung nimmt allerdings ab, denn vor einem Jahr wies der DAT Report hier noch einen Wert von 47 Prozent aus.

Blickt man auf den Gebrauchtwagenmarkt allgemein, so ist für viele der Befragten der Kauf eines eigenen Fahrzeugs absolut notwendig (80 Prozent), als Top-Informationsquelle vor dem Kauf fungieren auch weiterhin Online-Verkaufsplattformen (84 Prozent), gefolgt von Suchmaschinen (52 Prozent). Nach der Online-Suche folgt in der Regel der Offline-Kauf, eine Chance für den gut sortierten Fachhandel. Einen vollständig digitalen, rechtssicheren Prozess beim Gebrauchtwagenkauf können sich immerhin 34 Prozent aller potenziellen Käufer vorstellen, auch hier bieten sich für professionelle Anbieter vielfach Chancen. Bei den Marktanteilen liefert der DAT Report folgendes Bild: Der freie Handel (in Deutschland) konnte hier von 34 (2024) auf 38 Prozent zulegen, der Markenhandel büßte 6 Prozentpunkte ein und kam auf 36 Prozent. Die restlichen 26 Prozent entfielen auf den Privatmarkt. Sowohl im freien als auch im Markenhandel wird dem Händler ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die Weiterempfehlungsquote ist hoch (Markenhandel: 96 Prozent; freier Handel: 93 Prozent), ebenso die Aussage, das nächste Auto wieder bei diesem Händler zu kaufen (Markenhandel: 88 Prozent; freier Handel: 93 Prozent).

Die Ergebnisse machen einmal mehr deutlich: Hohe Professionalität im Umgang mit den Kunden, ein auf Marktbedürfnisse abgestimmtes Fahrzeugangebot, durchgängige Prozesse und vielfältige Zusatzangebote (Finanzierungen, Versicherungen, Garantien) sind der Garant dafür, dass der Fachhandel auch in Zukunft reüssieren kann.