Im Podiumsgespräch mit dem Titel „Kundenbindung und Auslastung“ sagte Michael Strasser, National Sales Director Austria bei CG Car-Garantie Versicherungs-AG, dass „unser Sales-Team den Finger am Puls der Händler“ habe. So könne man auf die wichtigsten Themen der Zeit besser reagieren. Viele Kunden seien preissensibler als früher und würden erwarten, dass alle gestiegenen Kosten von den Werkstätten übernommen würden. Mit den Garantien seines Unternehmens könnten Werkstätten „die Kunden im Betrieb behalten und deren Wiedermotorisierung steuern.“ Dies sei bei Elektroautos umso wichtiger, da diese nicht mehr so häufig in die Werkstätten müssten: Bei Reifen, Scheiben, Fahrwerk und Karosserieschäden könnten die Werkstätten aber auch diese Fahrer ansprechen.

Zustimmung erhielt Strasser von Bernhard Buch-egger, Spartenleiter Kfz im Raiffeisen Lagerhaus-Korneuburg in Tresdorf (120 Mitarbeiter, 8 Automarken, Jahresumsatz von 30 Millionen Euro). Garantieverlängerungen hätten sich als wichtiges Instrument zur Kundenbindung erwiesen, so Buchegger. „Wir geben sie den Kunden dazu, damit sie unseren Betrieb nicht nach 3 oder 5 Jahren in Richtung steuerfrei verlassen, sondern 7 bis 8 Jahre bei uns bleiben.“ Er glaubt, dass „der Laptop in Zukunft der Schraubenschlüssel des Mechanikers sein“ werde. Dass die Fahrzeuge von vielen Kunden länger behalten werden, spiele den Werkstätten momentan in die Karten. 

Werkstattverträge mit der Post

Flottenexperte Paul Janacek, der bis Herbst 2025 die Fahrzeuge der Post auf E-Antrieb umgestellt hatte, meinte, dass ihm der Weg zur Umstellung auf E-Autos zu langsam gehe, auch wenn die Post mittlerweile Verträge mit rund 400 Werkstätten habe, die die 8.000 Zustellfahrzeuge der Post servicierten. „Bei der Post sind weiterhin langfristige Vertragskonstellationen möglich.“ Falls bei einem Auto ein Servicebedarf festgestellt werde, erfolge eine automatische Anfrage an den Betrieb.