Die Befragung, an der 1.030 Personen aus Österreich teilnahmen, verdeutliche den Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen für Elektrofahrzeuge. Insgesamt wurden 6.133 Personen in Europa aus den Ländern Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden befragt.
„Die Österreicherinnen und Österreich wünschen sich konkrete Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität. Besonders der Ausbau der Ladeinfrastruktur, finanzielle Anreize und realistische Herstellerangaben stehen im Fokus. Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit den Erwartungen in Deutschland, wo ähnliche Forderungen geäußert wurden. Nun ist die Politik gefordert, entsprechende Maßnahmen umzusetzen, um den Umstieg auf E-Mobilität attraktiver zu machen“, erläutert Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
Viele Österreicher wünschten sich eine aktivere Informationspolitik der Regierung. 41 Prozent seien der Meinung, dass die Vorteile von Elektroautos durch Medienkampagnen und Werbung besser kommuniziert werden sollten. Zudem fänden es 37 Prozent wichtig, dass die Dringlichkeit des Umstiegs auf E-Mobilität stärker betont werde, um den Klimawandel zu bekämpfen.
Ein besonders wichtiges Anliegen sei den Befragten die realistische Darstellung von Produktspezifikationen. 73 Prozent der Befragten in Österreich erwarteten, dass die Reichweitenangaben von E-Autos besser mit der tatsächlichen Nutzung übereinstimmen. „Aus fachlicher Sicht ist die Kritik der Konsumenten an den Herstellern in Bezug auf die Reichweitenangaben eine Kritik am realitätsfremden WLTP-Wert (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Für die Hersteller ist damit ein großer Aufwand verbunden, der jedoch keinerlei praxisrelevante Ergebnisse liefert. Diese Art von Regulierungen sollten vor allem darauf abzielen, dass Konsumenten für sie hilfreiche Informationen erhalten. Das ist hier nicht der Fall,“ so Nikolaus Menches.
Der Zugang zu Ladestationen bleibe eine der größten Herausforderungen für E-Auto-Besitzer: 61 Prozent der Befragten fordern, dass die Regierung den Ausbau der Ladeinfrastruktur verstärkt vorantreibt, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.
Die hohen Anschaffungskosten für Elektroautos seien für viele ein Hindernis. 54 Prozent der Österreicher sprächen sich für Maßnahmen aus, die den Kauf von E-Autos günstiger machen. Zudem wünschten sich 53 Prozent, dass das Restwertrisiko von Elektroautos verringert werde. Auch der laufende Betrieb sollte erschwinglicher werden: 57 Prozent der Befragten forderten Maßnahmen zur Senkung der Fahrzeugpreise, während 47 Prozent günstigere Leasingangebote befürworteten.
Auch verkehrspolitische Anreize stünden zur Diskussion: 31 Prozent sprechen sich dafür aus, Elektroautos im Straßenverkehr stärker zu bevorzugen, etwa durch exklusive Parkplätze. Zudem wünschten sich 41 Prozent, dass Hersteller von Elektrofahrzeugen finanziell unterstützt werden, um günstigere Modelle auf den Markt zu bringen.