Demnach entfielen 47,21% der B2C-Gebrauchtwagenverkäufe im August auf gebrauchte Diesel, 34,25% auf Benziner und die restlichen 18,5% auf alternative Antriebe. "Lässt man die Nutzfahrzeugverkäufe außer Acht, die im August zu 91,62 % aus Diesel-, 4,32 % aus BEV- und 3,74 % aus Benzinfahrzeugen bestanden, wird deutlich, wie schnell sich der Gebrauchtwagenmarkt verändert", berichtet Andreas Steinbach, bei Autorola Österreich für Indicata verantwortlich.
Während laut Indicata Market Watch einige andere Länder alle Formen von Hybridautos zu akzeptieren scheinen, bevorzuge der österreichische Markt eindeutig MHEV, die konstant rund 4% mehr Verkäufe erzielen als BEVs oder PHEVs/HEVs, die seit über zwei Jahren auf dem letzten Platz liegen.
BEV: Schwache Nachfrage trotz Preisrückgang
"Trotz des Preisverfalls führte die schwache Nachfrage nach gebrauchten BEVs dazu, dass das Angebot an Markttagen (MDS) im September mit 200 Tagen hartnäckig auf einem hohen Niveau verharrte, weit vor dem zweitschlechtesten Antrieb, den PHEV/HEV, mit 146,4 Tagen", so Steinbach.
Obwohl die PHEVs/HEVs mit den BEVs um den geringsten Marktanteil kämpfen und den zweitschlechtesten MDS haben, würden ihre Preise laut Market Watch nach wie vor zu den günstigsten auf dem Markt gehören. Es könnte laut der Analyse daher sein, dass ihre Preise bald weiter gesenkt werden.
Anstieg bei herstellergestützten taktischen Zulassungen
Laut Indicata Market Watch wurde im vergangenen Monat ein Anstieg bei den herstellergestützten taktischen Zulassungen verzeichnet. "Wir haben Berichte über die Abschwächung der Halbleiterproblematik gehört, die durch einen Anstieg des Verkaufs von sehr jungen Gebrauchtwagen unter einem Jahr bestätigt zu werden scheinen. Die herstellergestützten taktischen Zulassungen waren im August um 6,94% höher als im Vormonat und 7,18% höher als im Vorjahresmonat", berichtet Steinbach.
