Von einem Tag auf den anderen wurden während der Corona-Pandemie praktisch alle Präsenzveranstaltungen abgesagt. Manche wurden durch Online-Formate ersetzt, andere ersatzlos gestrichen. "Teams", "Zoom", etc. wurden plötzlich zum alltäglichen Begleiter im Berufsleben. Und zugegeben: Vieles hat funktioniert und funktioniert auch heute noch. Nicht für jede kurze Abstimmung ist ein persönliches Treffen nötig, und so lassen sich oftmals auch Zeit und Ressourcen sparen.

Auch gab es damals schon Stimmen, die den großen Präsenzveranstaltungen wie Messen oder Kongressen ihre Daseinsberechtigung abgesprochen haben – immerhin könne man sich in Vorträgen oder bei Produktpräsentationen ja auch vor dem eigenen Bildschirm berieseln lassen. Eine Fahrt in ein anderes Bundesland oder gar ein Flug zu einer weiter entfernten Destination sei ja vollkommen überflüssig.

Zum Glück ist es aber anders gekommen. Messen finden bereits seit einiger Zeit wieder vermehrt statt, und auch für andere Veranstaltungen wird wieder das Auto oder der Flieger bestiegen. Der Mensch ist nun einmal ein soziales Wesen und braucht den Austausch mit Gleichgesinnten. Es ist einfach nicht dasselbe, ob man ein Auto abgefilmt und erklärt in 4K begutachtet, oder man in Persona vor dem Fahrzeug steht, seine eigenen Eindrücke sammeln kann und vor allem auch jene Fragen stellen kann, die einen selbst betreffen.

So war auch am vergangenen Wochenende bei der MotionExpo in Graz eine unglaublich positive Stimmung unter den Ausstellern wie auch den Besuchern zu beobachten. Auch wenn sich der Charakter der früheren Automessen durch das Hinzukommen von E-Bikes und E-Scootern ein wenig gewandelt haben mag, so bleiben sie doch eine unglaublich wichtige Informationsquelle für den Kunden.

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