Der auch mit dem VRÖ Verband der Reifenspezialisten Österreichs kooperierende BRV-Geschäftsführer Yorick Lowin zählte in Köln rund 300 TeilnehmerInnen, davon rund 70 stimmberechtigte Mitglieder.

Diese stimmten bei steigenden Mitgliederzahlen, jedoch bedingt durch schmälernde Gruppenbeiträge einer rund 10-prozentigen Beitragserhöhung zu.

Nach einem guten 1. Halbjahr 2022 rechnet der BRV mit einem schwierig verlaufenden Reifenhandel inkl. Werkstattgeschäft. Im Durchschnitt erzielten die Fachhändler 1,2 Prozent Umsatzrendite nach minus 1,7 Prozent im Vorjahr.

Für den Erfolg im 2. Halbjahr spielen die Markt- und Preisentwicklung eine wesentliche Rolle. Die Reifenpreise sind seit 2021 um rund 20 Prozent gestiegen.

Bislang konnten die höheren Preise an die Kunden durchgereicht werden, jedoch leidet zunehmend deren Kaufkraft, was zur Vorsicht mahnt, die guten Ergebniszahlen fortschreiben zu können. Um ihr Geschäft stabil zu halten oder gar weiter wachsen zu können, erschließen sich Händler neue Geschäftsfelder. Fazit: Der Wettbewerb konzentriert sich und der Wettbewerb wird härter.

Lowin sprach eingedenk des guten Besuchs der Tire Cologne am Folgetag von einer gelungenen Netzwerkveranstaltung: „Vor allem die Neugierde trieb die FachbesucherInnen in die drei Messehallen. Auf den ersten Eindruck hin gab man sich angesichts der früheren Leitmesse-Dimensionen leicht enttäuscht, auf den zweiten Blick stellte sich das Ausstellerszenario respektierlich heraus. Nun will der BRV als ideeller Träger der Reifenmesse die kommenden 2 Jahre nutzen, die richtigen Entscheidungen für eine erfolgreiche Fortsetzung mit möglichst kompletter Lieferantenteilnahme Mitte Juni 2024 Dienstag/Mittwoch/Donnerstag ohne Feiertag zu treffen.