Allein die Halle 3 von vor 3 Jahren noch 12 Hallen samt lebendigem Außenbereich bot neugierigen Fachbesuchern eine Kleinstbühne und die hätte zu ebener Erde noch genügend Freiraum für weitere Aussteller gehabt. Der Größenwahn vergangener Automechanika-Zeiten ist jedoch vorbei. Für die Konkretisierung der Vision, nächstes Mal wieder mehrere Hallen mit Exponenten und Exponaten füllen zu können, wurde eindeutig die Basis gelegt.
Wir in der Kfz-Branchenberichterstattung sind aufgerufen, keine Sterbebegleitung des alten Mobilitätssystems zu leisten. Vielmehr machen wir das Innovative sichtbar.
Beherzt, mutig und im Grunde glaubwürdig zogen ZDK und Messe Frankfurt die Schau durch.
Unglaublich, welche Konzernmarken von Weltgeltung sich unter dem Begriff „Weniger ist mehr“ in ihrem Auftritt auf das Wesentliche reduziert haben.
Der A&W Verlag war mit drei Journalisten vor Ort präsent und genoss bei den Anwesenden die Zufriedenheit der persönlichen Kontaktpflege. Ein zartes Pflänzchen bedarf eben der Pflege aller im Kfz-Wesen Beteiligten und wir sind Teil davon.
Und die Messeverantwortlichen haben keinen „Verrad“ betrieben wie die Macher der IAA eine Woche zuvor in München. Für eine agile Transformation braucht es neben neuen Strukturen Führungskräfte mit dem richtigen Persönlichkeitsprofil. Die Aussteller sind sich ihrer Mission treu geblieben.
Eine Attraktivität bestand darin, dass Netzwerken wieder möglich ist, die Leute sich von Angesicht zu Angesicht austauschen können. Das hat sich schon jetzt in Miniatur gezeigt, wo auf beiden Seiten die Motivation steigt, neue Geschäftsfelder zu kreieren und zu entwickeln. AVL List und Maha z. B. gingen auf der Messe eine neue Partnerschaft ein. Das bricht sich Bahn bei den Kfz-Serviceleistern.
Die Mobilitätsrevoluzzer mit ihrem Radlwahn sind heute jung und morgen älter und später greis und immobil. Wer bringt dann diese Leute wohin sie müssen, wenn ihnen selbst die Luft ausgeht? Das Rad im Kreislauf des Alter(n)s ist keine alleinige Alternative zur Automobilität.
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