Natürlich weiß ich, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist (und natürlich auch jeder Verletzte). Doch wenn man bedenkt, dass im heimischen Straßenverkehr heuer wieder deutlich mehr los ist als im Vorjahr, so ist das neuerliche Absinken auf 219 Verkehrstote zwischen 1. Jänner und 29. August besonders hervorzuheben.
Diese Zahl liegt knapp, aber doch, unter dem Wert des Vorjahres, als im selben Zeitraum 224 Menschen ihr Leben auf Österreichs Straßen ließen – und das trotz des langen Lockdowns zu Beginn der Corona-Krise, als (wie wir uns erinnern) wirklich manchmal gähnende Leere herrschte und so manche Autobatterie wegen der überlangen Nicht-Nutzung ihren Geist aufgab. 2019 starben bis Ende August sogar noch 287 Menschen auf den Straßen.
Dass die Zahl der Verkehrstoten seit Jahren sinkt, liegt natürlich an den deutlich sicheren Autos. Zum Vergleich: Anfang der 1970er-Jahre, als es noch keine Gurtenpflicht gab, natürlich keine Airbags und weder ESP noch ABS oder sichere Fahrgastzellen, starben in Österreich deutlich mehr Menschen – mit 1972 als schlimmstem Jahr mit 2.948 Verkehrstoten.
Das bedeutet: Damals fuhren in Österreich jeden Tag (!) 8 Leichenwagen zu irgendeinem Verkehrsunfall, heute ist es nicht einmal einer pro Tag.
Doch es sind nicht nur die Autos, die viel sichererer geworden sind, sondern auch die Werkstätten. Die Ausbildung in Österreich (und damit die Qualität der Mitarbeiter) ist in Österreich auf Top-Niveau, wie uns auch immer aus dem Ausland bestötigt wird. Das wirkt sich auf den Erhaltungszustand der Autos Tag für Tag positiv aus.
Und zweitens, seien wir ehrlich: Früher gab es immer wieder „schwarze Schafe“, wo ein „Pickerl“ trotz des einen oder anderen Mangels ausgestellt wurde. Heute tauchen, dank rigoroser Kontrollen der Behörden und der Aufklärungsarbeit der Kfz-Innungen, derartige Dinge wirklich nur noch ganz, ganz selten auf.
Daher möchte ich im Namen all jener sprechen, die aus einem zerbeulten Auto ohne größere Blessuren ausgestiegen sind: Der Dank gebührt all jenen, die diese Fahrzeuge serviciert haben. Also IHNEN, die uns in den österreichischen Kfz-Werkstätten lesen. Machen Sie bitte weiter so! Jedes gerettete Menschenleben ist es wert!

Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.