Voran die Automobilwirtschaft kämpft mit neuen Turbulenzen. Alles wird schwieriger und dringender. Wenige gewinnen, viele verlieren: Händler ihre Markenverträge, bestens ausgebildete Angestellte ihre bislang gut dotierte Arbeit. Viele haben längst das Handtuch geworfen. Das nenne ich einen K.O.-Schlag gegen unsere Wirtschaftsinteressen.  

Was nun droht: Wir stehen hilflos vor dem Todesstoß für alle jene Autohändler, die hofften und vertrauten: als Helfer des Markenerfolges, als Mobilitätsgaranten und Arbeitgeber. Es bleiben viele Tränen, wenn wir an die Zukunft dieser vielen ausgebildeten Männer und Frauen denken. 

Die Globalisten profitieren von der Schwächung der lokalen Wirtschaft und sie werden sich auf ihre Weise doch immer mit ihr arrangieren. Ohne die Vokabel „Nachhaltigkeit“ und „Klimakrise“ kommt in der Unternehmenskorrespondenz kein Statement mehr aus. Wirtschaftliche Realitäten werden ausgeblendet, die Klimaretter übernehmen das Wort. 

Beispiel Preiserhöhungen bei Lebensmitteln: Laut Experten steigen bei uns die Preise wegen Verteuerung von Verpackung und Transport, das Produkt selber erfährt keine Wertsteigerung. Das ist ein ökonomischer Offenbarungseid und unsere so auf Umwelt bedachten Parteien bleiben Maßnahmen schuldig. Währenddessen lassen die Japaner in Fukoshima ihr atomverseuchtes Reaktorwasser ins Meer ab. Gekaufte Expertisen legitimieren dazu. 

Das Beispiel zeigt, wie sich die Fähigkeiten von Mensch und Kapital ergänzen. Baerbock, Gewessler samt Thunberg-Entourage fühlen sich jedoch weiter beflügelt, ihre Weltrettung ohne Zwang zur Tat v. a. auf dem Rücken der Autowirtschaft auszuleben. Das nenne ich einen weiteren K.O.-Schlag gegen das Ego der zivilgesellschaftlichen Zurechnungsfähigkeit. 

Dennoch bewundere ich jene Kfz-UnternehmerInnen, denen ich täglich in meinen Recherchen begegne, mit welcher Verve sie den Problemen in ihren Einzugsgebieten trotzen und ihre Ziele verfolgen. Jammern hilft nicht, schlechten Zeiten werden wieder bessere folgen und nicht nur Diess, Källenius & Konsorten glauben an eine Zukunft des „neuen“ Autos. 

Im Wissen um den Wert der Markentreue haben Vertriebspartner vor Ort den längeren Atem und ihre Zeit kommt wieder, wo die cleveren ManagerInnen die von mir beschriebenen Typen umwerben werden, um „nachhaltig“ ihr Fahrzeugangebot zu vermarkten. 

Und die Regierenden brauchen die Steuerleistungskraft der konventionellen Mobilität und an dieser Tatsache werden sich auch die WeltretterInnen und ihre Protagonisten orientieren müssen. Und Jobs schaffen sie auch wieder.

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