Da wäre als erster jener Pilot eines weißen Hochdachkombis, der mir 40 Kilometer lang „vorgefahren“ ist, wie er glaubt, dass man auf der Autobahn den Fahrstreifen zu wählen hat: Danke, lieber Belehrbär, auch für das knappe Hereinschneiden nach dem Überholvorgang: Meine Aufmerksamkeit hatten Sie.
Dann jener Golf-Fahrer, der glaubt, Vorausfahrende per Lichthupe einfach wegschießen zu können: Nein, mein Lieber, das ist nicht die Laserkanone in einem Computerspiel, bei dem Sie allerdings besser aufgehoben wären als am Steuer eines Autos.
Rote Karte bitte auch für jenen Fahrer eines Kleinlasters, der mich und meine Familie beinah in die Leitschiene gedrängt hätte: Freut mich, dass ich Sie rechtzeitig aus Ihrem Sekundenschlaf wecken konnte, hoffentlich war die Hupe nicht zu laut!
Auch für jene „sportlichen“ Mobilisten, die bei ihren Hetzjagden durch Auffahren und erzwungene Notbremsmanöver bei dichtem Verkehr immer wieder für so genannte „Phantomstaus“ sorgen, könnten gern Autoverbote angedacht werden.
Radfahren hätte seine Vorteile: Zwar trifft man auch am Radweg hie und da Verhaltensoriginelle, aber man spart sich wenigstens den 6-Euro-Capuccino beim Autobahnrasthof "Rosenlandhaushofgrill" (oder so ähnlich), dessen Inneneinrichtung so geschmacklos ist wie die Leberknödelsuppe, ebenso wie den Würgereiz im sensationell verdreckten Häusl.
Ansonsten aber hatte ich einen Spitzen-Sommerurlaub, danke der Nachfrage. Mal sehen, was der Herbst bringt. Müssen ja nicht gleich Autoverbote sein.
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
