Eigentlich sollte eine Kompensationsmaßnahme der Atmosphäre dauerhaft und zusätzlich CO2 entziehen. Kontrollierbar ist das nicht. Das 1997 mit viel Tamtam von der UNO verabschiedete Kyoto-Protokoll erlaubt offiziell die freiwillige Kompensation von Klimagasemissionen, also wird mit quasi per Mausklick erworbenen CO2-Zertifikaten auch betrogen.
VW zum Beispiel habe bei einem dubiosen Waldprojekt in Borneo nahezu wertlose Klimazertifikate eingekauft, schreibt das zum Spiegel-Verlag zählende „Manager Magazin“. Die CO2-Minderung war zu schön gerechnet worden. Dabei sollten Maßnahmen nur dann CO2-Zertifikate produzieren, wenn es sie ohne Kompensationszahlung nicht gegeben hätte.
Bei Waldprojekten wird oft ersatzweise in der Nähe abgeholzt und ein unrealistisches Bedrohungspotenzial behauptet. Und sozial unverträglich ist das oft auch: Naturschutzvorhaben führen nicht selten zu Vertreibungen oder zerstören die Existenzgrundlage indigener Völker. Doppelzählungen tragen ihr Übriges bei.
In unseren Breiten erschlagen die „Grünenphantasten“ mit ihrer Klimaweltuntergang-Stimmungsmache jede Logik. Natürlich ist die globale Erwärmung spürbar und Gegensteuerung notwendig. Aber jede Bewegung eines Lebewesens auf unserem Planeten in CO2-Belastung umzurechnen, ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss.
Immer mehr Unternehmen samt den Beschäftigten werden Opfer davon. Ein Wahnsinn, was da abläuft. Mittlerweile hat das eine Dimension erreicht, die unsere kleinteilige Wirtschaft in ihrer Existenz bedroht. Die Schwachstellen mehren sich und die betroffenen Menschen schauen zu. Die Politik sowieso!
Mit dem Dechiffrieren der Grünstrategien ist es nicht getan. Das komplette wirtschaftliche System muss neu aufgesetzt werden, um unsere lokale Existenz nicht weiter zu gefährden. Wird man aus Schaden nicht klug?
Offensichtlich nicht, denn bei meinen Markenautohaus-Visiten ist das vor allem in ländlichen Gebieten maximal Wirtshausgespräch. Jeder sorgt sich um den Erhalt eines Markenvertrages oder einen unter neuen verhärteten Bedingungen zu erlangen. Koste es was es wolle.
Und die Konzerne leisten sich locker ihren Ablass, um die öffentliche Reputation nicht zu schädigen. Den Vertriebs- und Servicepartnern steht die Möglichkeit einer Kompensationszahlung nicht offen. Das ist der große Unterschied. Also werden sich die Kräfteverhältnisse in nächster Zeit weiter zugunsten der Konzerne verschieben.
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