Bereits 2008 übernahm AVAG Eisners Standorte in Salzburg-Stadt, Bischofshofen, Hallein und Straßwalchen, um sie unter Öfag zu konsolidieren.
Vorstandssprecher Albert C. Still folgt mit diesem Coup dem Konzentrationsprozess der Hersteller auf seine Weise. Opels größter Handelspartner dehnt damit sein Absatzgebiet in Österreich massiv aus und das Markenportfolio erweitert sich zunächst um Mazda, Seat und Cupra. In St. Veit/Glan existiert zudem ein VW-Service-Stützpunkt.
Gemäß letztem Geschäftsbericht von Mai 2021 ist die AVAG Holding SE in Österreich bei Opel & Beyschlag/Wien, Sulzbacher/Traun, ÖFAG/Salzburg und Ford Reisinger/Graz engagiert.
Seit Mai 2018 unterstehen die sieben vormals Wiesenthal-Mercedes-Benz-Standorte AV Hall/Strebersdorf, AV Truck/Unterradlberg, AV Niederösterreich/St.Pölten mit den Filialen in Zwettl und Krems und AV Ott/Eisenstadt mit Outlet in Oberpullendorf dem Markenmulti. Vor kurzem wurden unter Sulzbacher die Standorte Pasching, Linz und Perg von Toyota Mitterbauer in Oberösterreich übernommen. Ebenso wird Toyota nach dem Totalrückzug von Importeur Friedrich Frey bei Kandl in Wien neu aufgestellt.
Die AVAG Holding SE als einer der großen Automobilhändler in Europa ist ohne dem Eisner-Zugang zurzeit an 67 Autohäusern mit 178 Standorten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, Ungarn und Slowenien beteiligt.
Das Familienunternehmen vermarktete im Geschäftsjahr mit seinen 5.000 Mitarbeitern rund 112.000 Fahrzeuge. Aufsichtsratsvorsitzender der AVAG SE ist seit dem altersbedingten Abgang von Albert Still sen. der Österreicher Johannes Hall, der immer noch 30% an seiner einstigen Opel-Niederlassung Beyschlag und Kandl in Wien hält.
Der Deal tritt vorbehaltlich der kartellbehördlichen Zustimmung per August 2021 in Kraft.
