Audi-Chef Markus Duesmann will die Produktion von Benzin- und Dieselautos spätestens 2033 beenden – außer in China, lässt er verlauten. Für China rechnet er mit anhaltendem Bedarf über 2033 hinaus, deshalb könnte es dort weiter ein Angebot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren aus lokaler Produktion geben.
Dahinter steckt wohl noch eine zweite Wahrheit: Wenn den Regierenden auf ihrer Klimareise die Steuereinnahmen verloren gehen und keine Subventionen mehr fließen, wird es für den Stromer rasch finster. Über das genaue Enddatum des Verbrenners entscheiden dann letztlich die Kundinnen und Kunden und nicht allein die Gesetzgebung – auch bei uns in Europa!
Derzeit werden nahezu alle technischen Anstrengungen in umweltgerechte Verbrenner ignoriert. Der Wille der Auto fahrenden Mehrheit sowieso. „Ehrliche“ Umweltpolitik hat eine Farbe: Grün! Und die kostet enorm viel Geld. Ein neues Leistungseigentum wird geschaffen, der Bevölkerung bleibt ein unüberwindlicher Schuldenberg. Emotionen ersetzen Argumente.
Auffallend offen attackiert die Politik in Koexistenz mit den Medien Autoliebhaber, die ihre Fahrzeuge tunen oder sonstwie von der Masse unterscheiden. Was früher Tourismusmagnet war, denken wir nur an das für das örtliche Kleingewerbe umsatzstarke jährliche GTI-Treffen am Wörthersee. Plötzlich wird diese Fangemeinde von der Exekutive als Gesetzesbrecher stigmatisiert. Sie werden die Region später als Touristen meiden.
Natürlich mischen sich unverbesserliche Fahrmuster unter die PS-Enthusiasten, was wohl Anlass für politisch motiviertes Kontrollieren gibt. Aber auch bei diversen Klimademos mischen Vermummte die Veranstaltungen auf und werden weit weniger drangsaliert, obwohl gerade dieses Spezies mit dem Auto zur Randale fährt.
Aprops Diesel! Unwetter in der Steiermark und in Kärnten haben den lokalen öffentlichen Bahnverkehr lahmgelegt, weil der Strom ausgefallen ist. Noch konnten die Betreiber Dieselloks auf die Gleise schicken und mit Diesel-Bussen den Schienenersatzverkehr aufrechterhalten. In dieser heiklen Situation hat sich kein zuständiges Ministerium zu Wort gemeldet, schon gar nicht der allwissende Verkehrsclub Österreichs.
Währenddessen steigt die Inflation und der Bevölkerung bleibt immer weniger im Börsel. Übrigens auch der nicht unerheblichen Zahl der vom Staat alimentierten Menschen ohne Job, aus welchen Gründen auch immer. Es ist leider nicht unwahrscheinlich, dass diese Bilder wie im Brennglas in unsere Zukunft schauen lassen – wenn wir nicht den Mut aufbringen, möglichst bald wieder unserem Klein- und Mittelstand entsprechend würdigen.
Es wird moralisiert und bei der Klimadebatte geht es gleich um die ganze Menschheit. Wer weiterhin mit seinem alten Verbrenner unterwegs ist, sein Essen beim Diskonter kauft und sich höhere Strom- und Spritpreise nicht leisten kann, darf auf keine Gnade der selbstgerechten Umweltschützer hoffen. Emotionale Empörungsrituale und offener Hass sind an der Tagesordnung.
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