Professor Thomas Koch vom Karlsruher KIT bemängelt in einem Aufsatz, dass die Berechnung des Strommixes, mit der die Politik den Schwenk zur E-Mobility argumentiert, zu falschen Ergebnissen führe.

Dies führe dazu, dass etwa ein VW ID.3 im Lauf von 15 Jahren für 30 Tonnen CO2 anstatt wie nach der üblichen Berechnung für 14 t verantwortlich wäre. Kochs Rechnung liegt die Annahme zugrunde, dass der Ausbau der Ökostrom-Kapazitäten nicht schnell genug vonstatten geht.

Sein Kollege, Professor Christian Rehtanz von der TU Dortmund, fühlte sich daraufhin veranlasst, das Schreiben als „hochgradig peinlich“ zu bezeichnen. Es handle sich um ein „wissenschaftlich verbrämtes Lobbyistenschreiben, welches krampfhaft versucht, die Kolbenmaschinen zu retten.“

Koch hatte in der Vergangenheit in einem Interview mit der „Automobil Industrie“ den VW-Konzern für „Opportunismus und Waghalsigkeit“ kritisiert, weil der Hersteller sich vom Verbrenner abwende.