Die Grünen, die Gewessler und die Greta (Thunberg) sind bekanntlich verantwortlich für die Misere, in der die Autobranche gerade steckt. Autogegner und Klima-Fanatiker machen einem ganzen Wirtschaftszweig das Leben schwer. Und mit diesem Klima-Wahnsinn haben die 3G jetzt auch noch die USA (die unter Joe Biden wieder auf den grünen Zug aufgesprungen sind), die EU-Kommission und Deutschland angesteckt, die alle ihre Klimaziele jetzt auch noch verschärft haben.
Dabei bräuchte es doch nur ein bissl mehr Technologie-Offenheit. Damit meinen wir: Lassen wir das doch mit der E-Mobilität, warten wir lieber noch ein paar Jahre, bis das mit dem Wasserstoff vielleicht doch beim Pkw Sinn macht oder E-Fuels endlich CO2-vernünftig, verfügbar und dann auch leistbar werden. Wozu der Stress?
Die Weichen sind gestellt
Im Ernst: Die Weichen sind längst gestellt. Ja, Technologieoffenheit ist wichtig und notwendig, auch um langfristige Lösungen für Flugzeuge, Schiffe und Lkw zu entwickeln, E-Fuels wird es auch für den Fahrzeug-Bestand brauchen. Aber für die fix eingeschlagenen CO2-Einsparungen im Verkehr dauern diese Lösungen zu lange, die E-Mobilität wird in den kommenden Jahren eine sehr große Rolle spielen und sich in dieser Zeit noch deutlich weiter entwickeln. Ob man das mag oder nicht: man darf sich dem nicht verschließen.
Probleme bringt das vor allem für kleine bis mittlere Händler, für den durchschnittlichen österreichischen Kfz-Betrieb. Die Elektroautos sind zu teuer, deshalb arbeiten die Hersteller an Möglichkeiten, die Vertriebskosten zu senken und nur mehr direkt oder über die „Großen“ zu vertreiben. Der Strukturwandel, die Umstellung der Händlernetze, ist dabei längst im Gange. Der sinkende Serviceaufwand, vor allem für junge E-Autos, tut sein übriges.
Für jene, die überleben wollen, braucht es gerade jetzt besondere Anstrengungen: Vertriebspartnerschaften, Gebrauchtwagen- und Mehrmarken-Angebot, Vermietung, Mobility-Services, digitales Marketing und antriebsneutrale Servicetätigkeiten wie Klima, Reifen, Glas, Karosseriereparatur aber auch Reinigung und Aufbereitung.
Man kann natürlich weiter auf die 3G schimpfen. Oder jetzt damit anfangen, seinen Betrieb zukunftsfit zu machen.
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