Es herrscht dringender Gesetzesbedarf, sind sich die Diskutierenden und Vortragenden einig. "Die Immobilienwirtschaft ist in Warteposition, weil die rechtlichen Grundlagen für Ladepunkte nur sehr eingeschränkt gegeben sind", so etwa Komm.-Rat Arno Wimmer, Fachgruppenobmann-Stv. der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

Ing. Manfred Münzberger, CEO ebe – Mobility & Green Energy GmbH/Wien führte aus, dass die Installation von Gesamtanlagen deutlicher sinnvoller sei als schnelles Realisieren von Einzelanschlüssen, die deutlich teurer seien und später in "stranded costs" münden könnten.

Auch dazu braucht es vor allem gesetzliche Grundlagen. An der Kapazität hingegen werde das Laden im Bestandswohnbau nicht scheitern, meinte Münzberger: Feldversuche würden zeigen, dass sich mit smarten Anlagen sogar einphasiges Laden mit 3,7 kW im Praxistest als ausreichend erwiesen habe.

Münzberger leitete bei der EBE Mobility & Green Energy GmbH das Projekt "e-Mobility Check - Laden im Bestandswohnbau". Als Ergebnis liegen u.a. ein Leitfaden und technische Erklärungen vor, die auf der Website der EBE heruntergeladen werden können...

Dringende Forderung nach „right to plug“

Während in anderen europäischen Ländern das Recht, sich am Stellplatz im Mehrparteienhaus eine Ladestation für das Elektroauto zu installieren, bereits umgesetzt ist, hinkt Österreich hinterher. „Für den weiteren Hochlauf der E-Mobilität müssen jetzt die Hemmnisse abgebaut werden, die Ladeinfrastruktur ist dabei ein Schlüsselelement“, so Dipl.-Ing. Thomas Eberhard, Teamleiter Dekarbonisierung & Fahrzeugtechnologien bei der AustriaTech GmbH.