Unentwegt verlautbart die türkis-grüne Regierungskoalition mittels Klimaschutz, Lifesciences und Digitalisierungsoffensive ihre Abermilliarden schweren Sanierungspläne zur Gesundung unserer nicht nur durch die Pandemie geschädigten Wirtschaft.
Wer in fossile Themen investiert, bekommt nichts, schwadroniert die Regierung, obwohl das konventionelle Auto die sichersten Steuereinnahmen bringt. Bei allen Klimaziel-Maßnahmen wird die Normverbrauchsabgabe (NoVA) jetzt auch auf leichte Nutzfahrzeuge ausgedehnt.
Daher wundert es nicht, dass immer mehr Kfz-Betriebsinhaber unter „Rausinvestieren“ zu verstehen beginnen, ihr in den Jahren geschaffenes Vermögen anderswo gewinnorientiert anzulegen. Das klassische Autobusiness mit immer geringeren Erträgen bleibt nicht ohne Folgen, speziell für den Arbeitsmarkt. (Konkrete Beispiele finden sich in unseren wöchentlichen AUTO-Informationen!)
Ob sich da die immer lächelnde Infrastrukturministerin Leonore Gewessler samt Gefolge am Ende nicht selbst aus der politischen Verantwortung „rausinvestiert? Das Elektroauto wird nobel mit den Kfz-Steuern konventionell verkaufter Fahrzeuge finanziert. Großartig ist das nicht.
Lediglich das oberste Bevölkerungsdrittel fühlt sich im Job wohl, die breite Mitte der Gesellschaft wird immer härter vom wirtschaftlichen Niedergang getroffen. Exakt dort, wo die Kurzarbeitenden wieder auf Vollzeitbeschäftigung und die Arbeitslosen überhaupt auf eine neue berufliche Aufgabe hoffen. Zumeist ist die Rückkehr in den regulären Arbeitsprozess mit spürbaren Einkommensverlusten verbunden.
Margenerosion im Autohandel und Service tragen das Ihrige dazu bei. Der Lockdown ist ein Verstärker. Die Konzerne bauen zu Tausenden Stellen ab, schreiben auf dem Rücken unserer Sozialmaßnahmen aber Milliardengewinne. Da wird zerstört, was bislang Erfolgsmodell ist und bleiben sollte: der Erhalt von so vielen Arbeitsplätzen wie möglich.
Weiter massiv vom Steuertopf alimentierte Schuldner – Arbeitgeber wie Arbeitnehmer – sollen also unsere Republik Österreich vor dem Finanzkollaps bewahren. 440.000 Arbeitsuchende und 460.000 in Kurzarbeit befindliche Menschen laufen dem politischen Märchen von einer raschen Erholung der Wirtschaft hinterher.
Nur weil das Geld von den arbeitenden zu den nicht so arbeitenden Menschen umverteilt wird, tut das der Umwelt und der Wirtschaft auch noch keinen Gefallen. Die CO2-Sünder sind jedoch nicht nur in Indien, China, Russland und Amerika. Sie sind überall. Wie will da unser kleines Österreich jetzt die Welt retten?
Frau Gewessler, Sie haben recht, unsere Erde ist in keinem guten Zustand, Ihre Politik schon gar nicht. Unter Ihrer Ideologie sind wir eine Gesellschaft von Kindsköpfen geworden, tanzen auf den Straßen, schreien ideologisch schmerzbefreit Parolen und halten das Leben für einen großen Spaß, senden Emojis in die Datenumlaufbahn, schwärmen hemmungslos für Greta & Konsorten. Jobs schaffen Sie uns damit keine!
Nachhaltig sanieren wird unsere Wirtschaft letztendlich wieder der Klein- und Mittelstand müssen. Dazu zählt individuelle und leistbare Massenmobilität, zielgerichtet umgesetzt von den lokalen Autobetrieben. Die werden die Verbrenner am Laufen halten oder will die aktuelle Politikerklasse das mobile Volksvermögen verschrotten? Vor dieser Art des „Herausinvestierens“ wollen wir jederzeit gewarnt sein.
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