Fast 1.000 Aussteller, mehrere 100.000 Besucher als Ziel bis zum 28. April: Die „Auto Shanghai“ zeigt, was alles möglich ist. Bei den Pressetagen zu Beginn dieser Woche war wieder so etwas wie Normalität spürbar, hört man aus China. Natürlich muss man Normalität in Zeiten der Pandemie neu definieren: Negative Coronatests für alle (Aussteller und Besucher), Fieber messen bei den Eingängen und Nachweise via App, dass man in keinem Risikogebiet war. Und die Maskenpflicht nicht zu vergessen!
Doch was tut man nicht alles für die Rückkehr zum Geschäft! Der chinesische Automarkt boomt, vor allem weil die dortige Wirtschaft genügend Aufträge hat. Um ihre gute Position in China zu behaupten, haben die deutschen Hersteller schnell auf die dortige Nachfrage nach E-Autos reagiert. Bleibt ihnen ja nichts anderes übrig, wenn „Verbrenner“ vor allem in immer mehr Großstädten keine Nummerntafeln mehr bekommen.
Und Österreich? Hier diskutiert manch einer noch immer über die Maskenpflicht im Parlament – und den Beinamen „Suppenkickl“ wird er wohl nicht mehr los, der einstige Innenminister: „Nein, meine Maske trag ich nicht!“ Andere kritisieren das Vorreihen der Wiener Philharmoniker bei den Impfterminen. Aber immerhin dürfen die Autohäuser und Werkstätten großteils ihrem normalen Geschäft nachgehen.
Die nächsten Wochen werden entscheidend sein! Ein Satz, den wir in den vergangenen 14 Monaten oft gehört haben. Und doch: Er stimmt! Wenn erst einmal zwei Drittel der Österreicher geimpft sind, was bis Juli der Fall sein soll, können wir auch wieder an Automessen denken.
Ich freue mich schon auf die IAA in München und die Automechanika in Frankfurt, beide hoffentlich im September. Gerne mit Maske, Corona-Test und Fiebermessen. Aber Hauptsache unter Menschen!
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