Der Autokauf finde ausschließlich online auf Polestar.com statt, heißt es in einer Pressemitteilung: Kaufabwicklung und Preis seien „für jedermann gleich, ungeachtet, ob Kunden den Polestar Space besuchen oder nicht“.

In den „Polestar Spaces“ – laut Hersteller „maßgeschneiderte Verkaufsumgebungen“ – könnten Kunden physisch mit der Marke in Kontakt treten und mit „Polestar-Experten“, welche „nicht bestallte Sachverständige“ seien, zusammentreffen, um das Auto genauer unter die Lupe zu nehmen und auch eine Probefahrt zu absolvieren. 

Gleichzeitig unterstreichen die Schweden, dass sie „über den Verkaufsaspekt hinaus“ ein Servicenetz einbeziehen wollten, „das mehrere Volvo-Händler in Österreich umfasst“. 

Dies erlaube Polestar, „mit einem etablierten, gut ausgerüsteten und hochspezialisierten Servicenetz zu starten“. 

Wird dieses Vertriebsmodell so umgesetzt, kann von klassischem Automobilhandel wohl keine Rede mehr sein: Umso spannender wird aber sein, wer bei „Polestar-Spaces“ was finanzieren und die laufenden Kosten dafür übernehmen wird. Händlern, die „Polestar-Spaces“ in ihren Betrieb integrieren, bleiben im besten Fall wohl nur mehr (Kunden-)dienstleistungen wie Probefahrten, Auslieferungen sowie Garantie,- Service- und Reparaturarbeiten. Wie weit diese entsprechend vergütet werden und der Ertrag damit auch längerfristig gesichert ist, steht wohl in den (Polar-)Sternen.

Und natürlich drängt sich die Frage auf, was der Hersteller mit den Erkenntnissen, die auf dem Versuchsfeld ihrer Teilorganisation Polestar gewonnen werden, bei der künftig ebenfalls auf Elektroantrieb umschwenkenden Hauptmarke Volvo anstellen wird… 

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